29. Juli 2010

Du willst kreativ sein? Dann trau dich was!

Wenn du dich für einen krea­ti­ven Job bewirbst und dabei auf die Idee kommst, eine Stan­dard­be­wer­bung zu schi­cken – dann herz­li­chen Glück­wunsch, du hast gerade das Gegen­teil von Krea­ti­vi­tät bewie­sen. Wie absurd ist es eigent­lich, dass Leute, die in einem Bereich arbei­ten wol­len, in dem es darum geht, mit fri­schen Ideen und unkon­ven­tio­nel­lem Den­ken zu punk­ten, auf die lang­wei­ligste Art und Weise vorgehen? 

Wenn du wirk­lich krea­tiv bist, dann zeig das auch in dei­ner Bewer­bung! Krea­ti­vi­tät bedeu­tet, Risi­ken ein­zu­ge­hen und die Norm zu durchbrechen.

Stell dir vor, du bist ein Unter­neh­men und suchst jeman­den, der unkon­ven­tio­nell denkt und neue Ansätze lie­fert. Und was bekommst du? Eine gene­ri­sche Bewer­bung, die genauso gut für eine Bank­lehre hätte geschrie­ben wer­den kön­nen. Wer wirk­lich in die krea­tive Bran­che will, sollte es schaf­fen, schon mit der Bewer­bung Auf­merk­sam­keit zu erre­gen. Es geht nicht darum, ein­fach den Stan­dard abzu­lie­fern – es geht darum, sich zu trauen, anders zu sein. Ja, das kann schief­ge­hen. Aber wenn du krea­tiv sein willst, dann musst du auch das Risiko ein­ge­hen, dass deine Ideen polarisieren.

Was ist das Schlimmste, das pas­sie­ren kann? Dass du für die­sen Job nicht genom­men wirst? Na und? Dann war es eben nicht der rich­tige Job. Aber wenn du dich schon nicht traust, in dei­ner Bewer­bung zu zei­gen, wer du wirk­lich bist, wie willst du dann im Job krea­tiv sein? Wenn es dir nicht gelingt, aus der Masse her­aus­zu­ste­chen, dann soll­test du viel­leicht wirk­lich in Erwä­gung zie­hen, in einer Bran­che zu arbei­ten, in der “0815” akzep­ta­bel ist.

Die Wahr­heit ist: Wenn du dich für einen krea­ti­ven Job bewirbst, sollte die Bewer­bung bereits ein ers­ter Ein­druck dei­ner Fähig­kei­ten sein. Es ist deine Chance, zu zei­gen, was dich von ande­ren unter­schei­det. Nutze sie! Sei mutig, sei unge­wöhn­lich, sei du selbst. Denn am Ende des Tages suchen krea­tive Unter­neh­men keine Kopien – sie suchen Originale.

Also, falls du beim nächs­ten Mal wie­der zur Stan­dard­be­wer­bung grei­fen willst, denk noch mal drü­ber nach. Die Krea­tiv­bran­che hat kei­nen Platz für Ein­heits­brei. Wenn du anders sein willst, dann zeig es. Und wenn du es nicht hin­kriegst, krea­tiv zu über­zeu­gen, dann über­leg dir, ob du wirk­lich in die­sem Feld rich­tig bist.

In die­sem Sinne: Begeistert!

P.S. Hier sind 15 krea­tive Tipps für eine Bewer­bung, die wirk­lich auffällt:

  1. Visu­el­les Sto­rytel­ling: Erstelle deine Bewer­bung wie eine kleine Erzäh­lung, in der dein Lebens­lauf und deine Moti­va­tion Teil einer Geschichte sind.
  2. Video-Bewer­bung: Erstelle ein kur­zes, prä­gnan­tes Video, in dem du dich per­sön­lich vor­stellst und deine Krea­ti­vi­tät zeigst.
  3. Inter­ak­tive Bewer­bung: Baue eine kleine Web­site oder inter­ak­tive PDF, auf der der Arbeit­ge­ber durch deine Bewer­bung navi­gie­ren kann.
  4. Port­fo­lio-Box: Schick eine phy­si­sche Box mit krea­ti­ven Arbeits­pro­ben, die direkt ins Auge fällt.
  5. Bewer­bung als Maga­zin: Gestalte deine Bewer­bung wie ein Maga­zin oder eine Zei­tung, in der deine Erfah­run­gen und Fähig­kei­ten wie Arti­kel prä­sen­tiert werden.
  6. Selbst­ge­machte Illus­tra­tio­nen: Ver­wende hand­ge­zeich­nete Illus­tra­tio­nen, um dei­nen Lebens­lauf oder deine Fähig­kei­ten hervorzuheben.
  7. Pro­dukt­ver­pa­ckung: Prä­sen­tiere deine Bewer­bung in Form einer Pro­dukt­ver­pa­ckung, als wärst du das „Pro­dukt“, das sie unbe­dingt brauchen.
  8. Info­gra­fik-Lebens­lauf: Setze deine Kar­riere und Fähig­kei­ten gra­fisch als Info­gra­fik um.
  9. Unge­wöhn­li­che Mate­ria­lien: Ver­wende unge­wöhn­li­che Mate­ria­lien (Holz, Stoff, etc.) für eine phy­si­sche Bewerbung.
  10. Gehe über klas­si­sche Designs hin­aus: Ein­fa­che Vor­la­gen und Stan­dard-Lay­outs sind lang­wei­lig – zeige deine Krea­ti­vi­tät mit einem indi­vi­du­el­len Design.
  11. Gim­micks oder kleine Geschenke: Eine Bewer­bung als Über­ra­schungs­pa­ket mit krea­ti­ven Ele­men­ten sorgt für blei­ben­den Eindruck.
  12. Per­so­na­li­sier­tes Kon­zept: Ana­ly­siere die Firma und ent­wickle ein spe­zi­fi­sches Pro­jekt oder Kon­zept, das zeigt, was du im Job bewir­ken könntest.
  13. Ein­zig­ar­tige For­mate: Schi­cke deine Bewer­bung als Puz­zle, Pos­ter oder sogar als Spiel.
  14. Humor: Krea­ti­vi­tät kann auch humor­voll sein – lass dei­nen Sinn für Humor in die Bewer­bung ein­flie­ßen, aber bleib professionell.
  15. Druck­gra­fik oder Typo­gra­fie: Nutze außer­ge­wöhn­li­che Schrift­ar­ten oder Druck­tech­ni­ken, um dei­nen Stil und deine Per­sön­lich­keit auszudrücken.

Alles, wirk­lich alles ist bes­ser als eine Word/Pdf Bewer­bung mit gene­ri­schem Text!

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