Database

Die Datenbank – das Gedächtnis deiner WordPress-Website

Stell dir vor, du schreibst einen Blogbeitrag, richtest ein Menü ein oder speicherst die Einstellungen deines Kontaktformulars. All das landet nicht irgendwo im Nirgendwo – es landet in der Datenbank. Sie ist das Gedächtnis deiner WordPress-Installation, und ohne sie läuft buchstäblich gar nichts.

Was steckt eigentlich drin?

WordPress speichert in der Datenbank alles, was sich ändert oder konfiguriert werden kann: Beiträge, Seiten, Kommentare, Benutzerkonten, Menüstrukturen, Widget-Einstellungen und die Konfiguration jedes einzelnen Plugins. Technisch läuft das über MySQL oder MariaDB – zwei relationale Datenbanksysteme, die sich in der Praxis für die meisten Nutzer kaum unterscheiden.

Die Daten sind auf mehrere Tabellen aufgeteilt. Ein paar davon sind besonders relevant:

  • wp_posts – hier landen alle Beiträge, Seiten und Custom Post Types
  • wp_options – Einstellungen, Plugin-Daten, Theme-Konfigurationen
  • wp_users – Benutzerkonten und Zugangsdaten (verschlüsselt)
  • wp_postmeta – Zusatzinformationen zu einzelnen Beiträgen

Das Präfix wp_ ist übrigens kein Zufall – es lässt sich bei der Installation ändern, was aus Sicherheitsgründen durchaus sinnvoll ist.

Datenbank ist nicht gleich Dateisystem

Hier passiert ein klassischer Denkfehler: Bilder, PDFs und andere Mediendateien liegen nicht in der Datenbank. Die liegen im Ordner wp-content/uploads auf deinem Server. In der Datenbank steht nur, wo die Datei liegt und wie sie heißt.

Warum das wichtig ist? Weil ein vollständiges Backup aus zwei Teilen besteht: Datenbank und Dateisystem. Wer nur eines sichert, hat im Ernstfall ein echtes Problem.

Wann musst du dich damit beschäftigen?

Im normalen Betrieb: selten. WordPress erledigt den Datenbankzugriff komplett im Hintergrund. Aber es gibt Situationen, in denen du nicht drumherum kommst:

  • Serverumzug – Datenbank exportieren, auf dem neuen Server importieren
  • Fehlersuche – manchmal steckt das Problem direkt in einer Tabelle
  • Nach einem Hack – Schadcode versteckt sich gerne in wp_options
  • Performance-Probleme – eine aufgeblähte Datenbank kann die Website spürbar verlangsamen

Der Zugriff läuft meist über phpMyAdmin, das die meisten Hoster im Control Panel mitliefern. Wer lieber auf der Kommandozeile arbeitet, nutzt direkte MySQL-Befehle – aber das ist für die meisten Websites schlicht nicht nötig.