DNS
DNS steht für Domain Name System – das Telefonbuch des Internets. Menschen merken sich Domainnamen wie lockruf.com, Computer kommunizieren über IP-Adressen wie 185.230.63.107. DNS übersetzt das eine ins andere, automatisch, bei jedem Aufruf einer Website.
Wie DNS funktioniert
Wenn jemand eine URL im Browser eingibt, fragt der Browser zuerst einen DNS-Resolver (meist beim Internetanbieter) nach der zugehörigen IP-Adresse. Der Resolver fragt bei Bedarf weitere DNS-Server ab, bis er die Antwort hat. Das passiert in Millisekunden und ist für den Nutzer komplett unsichtbar.
Wichtige DNS-Eintragstypen
- A-Record – verknüpft eine Domain mit einer IPv4-Adresse. Das ist der wichtigste Eintrag für eine Website.
- AAAA-Record – wie A-Record, aber für IPv6-Adressen.
- CNAME – verweist eine Subdomain auf eine andere Domain (z.B. www.lockruf.com → lockruf.com).
- MX-Record – bestimmt, welcher Server E-Mails für die Domain empfängt.
- TXT-Record – enthält beliebigen Text, oft für Verifizierungen (Google Search Console, SPF für E-Mail).
- NS-Record – gibt an, welche Nameserver für die Domain zuständig sind.
DNS-Propagation
Wenn DNS-Einträge geändert werden – etwa beim Umzug einer Website auf einen neuen Server – dauert es bis zu 48 Stunden, bis die Änderung weltweit sichtbar ist. Das nennt sich DNS-Propagation. In der Praxis geht es meistens schneller (1–4 Stunden), aber in dieser Zeit kann es sein, dass verschiedene Nutzer die alte und die neue Version der Website sehen.
DNS und WordPress
DNS-Einträge werden beim Domain-Registrar oder im Hosting-Panel verwaltet, nicht in WordPress selbst. Bei einem Hosting-Wechsel muss der A-Record auf die neue Server-IP umgestellt werden. Wer E-Mails über die eigene Domain nutzt, braucht korrekte MX-Records.

