Headless WordPress
Headless WordPress trennt das Backend – den vertrauten WordPress-Adminbereich mit Editor, Datenbank und Content-Verwaltung – vom Frontend, also der Darstellung für Besucher. Das Frontend wird dabei nicht von WordPress-Templates generiert, sondern von einem separaten JavaScript-Framework wie Next.js, Nuxt oder Gatsby, das die Daten über die WordPress REST API oder GraphQL (WPGraphQL) abruft.
Warum Headless?
- Performance – statisch generierte Seiten (Static Site Generation) laden extrem schnell, da kein PHP-Prozess bei jedem Aufruf stattfindet
- Sicherheit – WordPress-Admin und Datenbank sind nicht direkt erreichbar, die Angriffsfläche ist deutlich kleiner
- Flexibilität – das Frontend kann mit beliebiger Technologie gebaut werden, unabhängig von WordPress-Themes
- Multi-Channel – dieselben Inhalte lassen sich für Website, App, Alexa-Skill oder digitale Beschilderung nutzen
Nachteile von Headless WordPress
- Wesentlich höherer Entwicklungsaufwand – kein Theme installieren und loslegen
- WordPress-Preview funktioniert nicht ohne zusätzliche Konfiguration
- Viele WordPress-Plugins (Forms, SEO, Membership) funktionieren nicht oder nur eingeschränkt
- Höhere Infrastrukturkosten (WordPress-Server + Hosting für das Frontend)
Wann lohnt sich Headless WordPress?
Für die meisten WordPress-Websites ist Headless Overkill. Es lohnt sich bei großen Medienseiten mit hohem Traffic, bei Projekten mit komplexen Frontend-Anforderungen, bei Multi-Channel-Publishing oder wenn das Entwicklungsteam ohnehin stark im JavaScript-Ökosystem arbeitet. Für Unternehmenswebsites, Blogs und die meisten Agentur-Projekte ist klassisches WordPress mit gutem Caching die pragmatischere Wahl.

