Visual Editor

Was ist der Visual Editor in WordPress?

Der Visual Editor ist die WYSIWYG-Ansicht im WordPress-Editor – „What You See Is What You Get“. Du siehst während des Schreibens direkt, wie der Inhalt formatiert aussieht: Fettschrift ist fett, Überschriften sind groß, Listen sehen aus wie Listen. Kein HTML-Code in Sicht. Das ist der Gegensatz zur Text- oder Quellcode-Ansicht, in der du direkt im HTML arbeitest.

Visual Editor im Classic Editor vs. Gutenberg

Der Begriff „Visual Editor“ stammt aus der Zeit des Classic Editors, der auf TinyMCE basierte. Dort gab es zwei Tabs: Visuell und Text. Im visuellen Modus sahen Formatierungen sofort wie im Endergebnis aus – im Text-Modus sah man das rohe HTML.

Mit Gutenberg hat sich das Konzept verschoben. Der Block-Editor ist grundsätzlich visuell – es gibt keine separate „Text-Ansicht“ mehr für den ganzen Beitrag. Stattdessen kann man einzelne Blöcke per Rechtsklick als HTML bearbeiten. Das Prinzip des visuellen Editierens ist aber geblieben und sogar ausgebaut worden.

Page Builder als erweiterter Visual Editor

Page Builder wie Elementor, Beaver Builder oder Divi gehen noch einen Schritt weiter: Sie bieten eine vollständige Drag-and-Drop-Oberfläche, bei der du Layouts direkt auf der Seite zusammenstellst – mit Echtzeit-Vorschau ohne Seitenreload. Das ist der konsequente Ausbau des Visual-Editor-Gedankens.

Wann ist der visuelle Editor nicht ideal?

Für einfache Textseiten ist der Visual Editor perfekt. Problematisch wird es, wenn WordPress im Hintergrund den HTML-Code „aufräumt“ und dabei unerwünschte Änderungen am Markup vornimmt. Wer präzise Kontrolle über den HTML-Output braucht, wechselt in den Code-Editor – oder arbeitet konsequent mit dem Block-Editor und HTML-Blöcken.