White Screen of Death (WSOD)
Was ist der White Screen of Death in WordPress?
Der White Screen of Death – kurz WSOD – ist einer der gefürchtetsten Fehler in WordPress: Du rufst deine Website auf, und statt Inhalt siehst du nur eine leere, weiße Seite. Keine Fehlermeldung, kein Hinweis auf die Ursache. Das Backend ist oft genauso betroffen. Wer das zum ersten Mal erlebt, ist verständlicherweise alarmiert.
Was sind die häufigsten Ursachen?
Hinter dem WSOD steckt fast immer ein PHP-Fehler, der die Ausgabe des gesamten HTML unterbricht. Die typischen Auslöser:
- Fehlerhaftes Plugin – der mit Abstand häufigste Auslöser. Ein Update bringt einen Bug mit, PHP bricht ab, die Seite bleibt weiß.
- Fehler im Theme – besonders nach Anpassungen an Theme-Dateien
- Erschöpftes PHP-Memory-Limit – wenn WordPress mehr Arbeitsspeicher braucht, als erlaubt ist
- PHP-Versionskonflikt – ein Plugin oder Theme ist nicht kompatibel mit der installierten PHP-Version
- Fehler in der functions.php – ein Syntaxfehler reicht aus, um alles lahmzulegen
Wie löst man den WSOD?
Systematisch vorgehen:
- Debug-Modus aktivieren – in der
wp-config.phpWP_DEBUGauftruesetzen. Das zeigt den eigentlichen PHP-Fehler. - Alle Plugins deaktivieren – per FTP den Plugins-Ordner umbenennen. Wenn die Seite dann lädt, war ein Plugin die Ursache.
- Theme wechseln – ebenfalls per FTP ein Standard-Theme wie Twenty Twenty aktivieren.
- Memory-Limit erhöhen – in der
wp-config.php:define('WP_MEMORY_LIMIT', '256M');
Seit WordPress 5.2 gibt es außerdem den eingebauten Recovery Mode: Bei einem fatalen Fehler schickt WordPress eine E-Mail an die Admin-Adresse mit einem Link, über den man das Backend trotzdem aufrufen und das fehlerhafte Plugin deaktivieren kann – ohne FTP-Zugriff.

