26. März 2024

Manuelles Umziehen einer WordPress-Seite auf eine neue Domain (ohne Plugins)

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Das manuelle Umziehen einer WordPress-Seite auf eine neue Domain ohne den Einsatz von Plugins ist gut machbar, erfordert aber sauberes Arbeiten und ein systematisches Vorgehen. Im Folgenden findest du eine grundlegende Schritt-für-Schritt-Anleitung.

1. Backup erstellen

Bevor du irgendetwas änderst, solltest du ein vollständiges Backup deiner Website anlegen. Dazu gehören sowohl die Dateien als auch die Datenbank.

Dateien sichern:
Verbinde dich per FTP (z. B. mit FileZilla) mit deinem Webserver und lade das komplette WordPress-Verzeichnis lokal auf deinen Rechner herunter.

Datenbank sichern:
Melde dich im Hosting-Backend an, öffne phpMyAdmin, wähle die WordPress-Datenbank aus und exportiere sie über „Exportieren“ im Format SQL (Schnell-Export reicht in der Regel aus).

2. Neue Domain vorbereiten

Richte die neue Domain beim Hoster ein. Das kann ein neuer Hosting-Account sein oder eine zusätzliche Domain innerhalb eines bestehenden Accounts.

Erstelle anschließend:

  • eine neue, leere Datenbank
  • einen Datenbankbenutzer mit passenden Rechten

Notiere dir Datenbankname, Benutzername und Passwort.

3. Dateien auf die neue Domain hochladen

Verbinde dich per FTP mit dem Server der neuen Domain und lade alle zuvor gesicherten WordPress-Dateien in das Root-Verzeichnis der neuen Domain hoch.

4. Datenbank importieren

Öffne phpMyAdmin im neuen Hosting-Account, wähle die neu erstellte Datenbank aus und importiere die zuvor exportierte SQL-Datei.

5. wp-config.php anpassen

Öffne die Datei wp-config.php im Root-Verzeichnis der neuen Domain und passe die Datenbankdaten an:

  • Datenbankname
  • Benutzername
  • Passwort
  • ggf. Hostname

Falls du einen individuellen Tabellenpräfix verwendest, notiere ihn dir, da er im nächsten Schritt relevant ist.

6. URLs in der Datenbank aktualisieren

Damit WordPress korrekt funktioniert, müssen die alten Domain-URLs in der Datenbank ersetzt werden. Das geschieht über SQL-Befehle in phpMyAdmin.

Hinweis: Die Beispiele gehen von HTTPS aus. Passe die Domains entsprechend an.

UPDATE wp_options 
SET option_value = 'https://neue-domain.de' 
WHERE option_name IN ('home','siteurl');

UPDATE wp_posts 
SET post_content = REPLACE(post_content, 'https://alte-domain.de', 'https://neue-domain.de');

UPDATE wp_postmeta 
SET meta_value = REPLACE(meta_value, 'https://alte-domain.de', 'https://neue-domain.de');

Wichtig:
Die guid-Spalte sollte in der Regel nicht verändert werden. GUIDs dienen als interne Identifikatoren und sind keine echten URLs für die Darstellung der Inhalte.

Wenn Plugins oder Themes serialisierte Daten speichern, können einfache SQL-Replacements problematisch sein. In solchen Fällen ist WP-CLI oder ein spezialisiertes Tool sinnvoller.

Melde dich im WordPress-Backend an und gehe zu
Einstellungen → Permalinks
Klicke dort einmal auf „Änderungen speichern“, ohne etwas zu ändern.

Dadurch werden die Rewrite-Regeln neu erzeugt. Prüfe anschließend die .htaccess-Datei, insbesondere wenn sich die Verzeichnisstruktur geändert hat.

8. Endkontrolle

Zum Abschluss solltest du die Website gründlich prüfen:

  • laden alle Seiten korrekt?
  • funktionieren interne Links?
  • werden Bilder und Medien sauber eingebunden?
  • treten Fehlermeldungen auf?

Dieser Prozess kann durchaus etwas tricky sein. Wer sorgfältig arbeitet, Backups parat hat und Schritt für Schritt vorgeht, bekommt den Umzug aber gut in den Griff.

Wenn eine WordPress-Seite regelmäßig gepflegt, gesichert und technisch überwacht wird, sind solche Domain-Umzüge deutlich weniger riskant, weil die Basis sauber ist – genau dafür gibt es unsere WordPress Nestpflege.

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